Tethering sollte man kennen
Viele Notebooks und Tablets besitzen kein eigenes Mobilfunkmodul und sind unterwegs auf WLAN angewiesen. Mit einem Smartphone lässt sich dieses Problem einfach lösen: Über Tethering wird das Handy zum mobilen Internetrouter. Der Artikel zeigt, wie man unter Android und iOS einen Hotspot aktiviert und ein Windows-Notebook per WLAN oder USB sicher und schnell online bringt

Viele Notebooks und Tablets besitzen kein eigenes Mobilfunk-Modul. Besonders klassische Windows-Notebooks oder günstige Tablets können unterwegs nur über WLAN ins Internet. Sobald kein WLAN vorhanden ist – etwa im Zug, im Park oder auf einer Exkursion – bleibt das Gerät ohne Verbindung. In solchen Situationen kann ein Smartphone als mobiles Modem dienen. Diese Technik nennt man Tethering. Das Smartphone nutzt dabei seine mobile Datenverbindung (4G oder 5G) und stellt sie anderen Geräten zur Verfügung.
Wlan-Hotspot
Die einfachste und am häufigsten genutzte Variante ist der WLAN-Hotspot. Das Smartphone erzeugt dabei ein eigenes WLAN-Netz, ähnlich wie ein kleiner Router. Andere Geräte – etwa ein Windows-Notebook oder ein Tablet – können sich dann ganz normal mit diesem Netzwerk verbinden.
Auf Android-Smartphones wird der Hotspot in den Einstellungen aktiviert. Öffne zunächst Einstellungen, gehe anschließend zu Verbindungen oder Netzwerk & Internet und wähle dort Mobiler Hotspot und Tethering. In diesem Menü kann der Mobile Hotspot eingeschaltet werden. Das Smartphone zeigt danach den Netzwerknamen (SSID) und das Passwort an. Diese Daten benötigt man, um das Notebook zu verbinden. Am Windows-Notebook klickt man anschließend unten rechts auf das WLAN-Symbol, wählt das Netzwerk des Smartphones aus und gibt das angezeigte Passwort ein. Danach nutzt das Notebook automatisch die mobile Internetverbindung des Handys.
Auch auf dem iPhone (iOS) funktioniert das sehr ähnlich. Hier heißt die Funktion Persönlicher Hotspot. Man öffnet Einstellungen, tippt auf Persönlicher Hotspot und aktiviert die Option „Zugriff für andere erlauben“. Das iPhone zeigt ebenfalls ein WLAN-Passwort an. Dieses Passwort verwendet man anschließend auf dem Notebook oder Tablet, um sich mit dem Hotspot zu verbinden. Sobald die Verbindung hergestellt ist, läuft der Internetzugang über die mobile Datenverbindung des iPhones.
USB-Tethering
Neben dem WLAN-Hotspot gibt es noch eine zweite sehr stabile Möglichkeit: USB-Tethering. Dabei wird das Smartphone mit einem USB-Kabel direkt an das Notebook angeschlossen. Bei Android findet man die Option ebenfalls unter Mobiler Hotspot und Tethering, dort kann USB-Tethering aktiviert werden. Windows erkennt danach automatisch eine neue Netzwerkverbindung und nutzt das Smartphone als Modem. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Verbindung besonders stabil ist und das Smartphone gleichzeitig geladen wird. Beim iPhone funktioniert auch diese Variante: Wird das Gerät per Kabel angeschlossen und der Persönliche Hotspot aktiviert, erkennt Windows ebenfalls eine Internetverbindung über das iPhone.
Bluetooth-Tethering
Eine dritte Möglichkeit ist Bluetooth-Tethering. Dabei werden Smartphone und Notebook zuerst über Bluetooth gekoppelt, anschließend wird die Internetfreigabe aktiviert. Diese Methode funktioniert zuverlässig, ist jedoch deutlich langsamer als WLAN oder USB und wird deshalb seltener genutzt.
Gerade im Schul- oder Arbeitsalltag ist Tethering eine sehr praktische Lösung. Ein kurzer Hotspot genügt, und ein Notebook oder Tablet ohne eigenes Mobilfunkmodul kann sofort online gehen. Wichtig ist nur, dass am Smartphone die mobilen Daten aktiviert sind, denn das verbrauchte Datenvolumen stammt immer aus dem Mobilfunkvertrag des Handys.